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23.02.2010, 10:06 Uhr | Hans Otto Arnold, Mitarbeiter der CDU-Ratsfraktion

CDU Ratsfraktion: Eindämmung der Katzenpopulation in Göttingen

Die Aufnahmekapazitäten des Tierheimes und anderer freiwilliger Institutionen für Fundkatzen sind zunehmend erschöpft. Nach dem Vorbild von Österreich und den deutschen Städten Paderborn und Düsseldorf möchte die CDU-Ratsfraktion eine Verordnung für eine

„Es geht hier nicht allein um das Problem der herrenlosen Katzen, sondern gezielt um die freilaufenden Tiere, die sich in menschlicher Obhut  befinden“, erläutert Holger Welskop, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion, den Antrag, und weiter: „Bei oberflächlicher Betrachtung scheint es sich zunächst beim Thema Katzenpopulation um eine unbedeutende Nebensache zu handeln, bei intensiverer Beschäftigung mit dem Thema Tierschutz in Göttingen mussten wir jedoch feststellen, dass es hier um ein Problem geht, das viele Bürgerinnen und Bürger umtreibt und durchaus folgenreich  für die Stadt und Umwelt ist.“

Göttingen -

Die zunehmende Populationsdichte durch unkastrierte und freilaufende Katzen führt nach Beurteilung der CDU vor allem zu folgenden Problemen:
  • Dezimierung freilebender und bestandsbedrohter Tierarten (best. Kleinsäuger und  insbesondere Vögel)
  • Belastung des Tierheims und anderer Tierhilfseinrichtungen mit einer kontinuierlichen hohen Zahl von Fundkatzen
  • vermeidbare Schmerzen und Leiden verletzter und/ oder kranker Katzen im Zusammenhang mit Revierkämpfen und/oder während der Paarungszeit
  • gesundheitliche Beeinträchtigung der von Menschen gehaltenen Haustiere
  • Gefährdung im Straßenverkehr
  • Belästigung der Bevölkerung durch streunende Katzen (Ruhestörung; Markierung  des Reviers usw.)
 
Das systematische Kastrieren von freilebenden Katzen ist aus Sicht des Tierschutzes die einzig vertretbare Maßnahme, um wirksamen Einfluss auf die Population freilaufender Katzen zu nehmen.

Die Stadt Göttingen sollte deshalb dem Beispiel einiger anderer Kommunen folgen und eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen mittels der Berücksichtigung in der „Verordnung zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung in der Stadt Göttingen“ erlassen. Dabei müssen auch Ausnahmegenehmigungen z.B. für betroffene Tierzüchter und landwirtschaftliche Betriebe Berücksichtigung finden. 
 
„Mit diesem Gebot für Katzenhalter wollen wir die Rechtssicherheit für die Arbeit von Tierschützern und Tierheim deutlich erhöhen und erhoffen uns eine spürbare Reduzierung der Vermehrung von Katzen in Göttingen,“ erklärt Holger Welskop und ergänzt „es geht hier ausdrücklich nicht um die Schaffung einer „Katzenpolizei“ die den Bürgern hinterschnüffelt, sondern um das Erreichen eines kontinuierlichen Umdenkungsprozesses bei Betroffenen“.



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